So können Sie einen Kamera-Slider selbst bauen

Nicht nur bei Videofilmen, sondern auch bei Zeitraffer-Videos, die aus Einzelbildern zusammengesetzt werden, ist ein Kamera-Slider notwendig, um professionell wirkende Ergebnisse zu erziehen. Diese Vorrichtung ermöglicht es, die Kamera ruckelfrei hin- und herzufahren und dadurch dynamische Aufnahmen zu machen. Leider ist dieses praktische Hilfsmittel nicht ganz preiswert. Mit ein wenig Geschick, technischem Verständnis und etwas Zeit lässt sich jedoch ein Kamera-Slider auch selbst bauen.

Beweglicher Schlitten für die Kamera

Bei einem Kamera-Slider handelt es sich um eine Konstruktion mit einem Schlitten, auf dem die Kamera befestigt wird und der sich automatisch bewegen lässt. Um ein solches Gerät selbst zu bauen, werden zunächst zwei Metallrohre und zwei stabile Holzplatten für die Schiene benötigt. Der eigentliche Schlitten besteht aus einem massiven Holzbrett, das auch eine schwere Spiegelreflex- oder Systemkamera problemlos tragen kann, einem Stativkopf sowie vier Rollen mit Kugellager, deren Größe dem Durchmesser der Metallrohre entspricht. Außerdem dürfen ein Stepper-Motor mit passender Halterung, ein Antriebszahnrad, ein Zahnriemen und Schrauben sowie Winkel für die Befestigung nicht fehlen.

Zusammenbau des Sliders

Zunächst werden die beiden Metallrohre parallel zueinander auf den Endplatten befestigt, wobei der Abstand entsprechend der Breite des Schlittens gewählt werden sollte. Danach werden auf der Unterseite des Schlittens die Rollen angebracht. Exaktes Arbeiten ist dabei unerlässlich, damit die Konstruktion später nicht ruckelt. Auf einer der Endplatten wird nun der Motor befestigt, während die Umlaufvorrichtung auf das andere Endstück gesetzt wird. Zwischen den beiden Punkten wird dann der Zahnriemen gespannt, mit dem im Anschluss der Schlitten gekoppelt wird. Den krönenden Abschluss bildet der Stativkopf auf dem Schlittenbrett und natürlich die Verkabelung, die den Betrieb des Kamera-Sliders ermöglicht.

Bild: Bigstockphoto.com / Kostyazar