Für euren Eröffnungstanz braucht ihr keine aufwendige Choreografie. Sucht ein Lied aus, das euch gefällt. Für den Tanz genügt ein passender Grundschritt; plant außerdem Anfang und Schluss. Übt kurz zusammen, damit ihr den Ablauf kennt und den Tanz entspannter genießen könnt.
Einen passenden Song auswählen
Sucht ein Lied aus, das zu euch passt und einen gut hörbaren, gleichmäßigen Rhythmus hat. Es muss kein klassischer Hochzeitssong sein. Ein Stück, das euch an einen gemeinsamen Moment erinnert, funktioniert ebenso gut wie ein Lied, zu dem ihr euch einfach gern bewegt.
Hört euch den ganzen Text an, auch wenn ihr den Song schon kennt. So merkt ihr, ob der Text zu euch passt. Probiert eure Favoriten außerdem einmal in Bewegung aus: Ein Lied kann beim Zuhören romantisch wirken, sich beim Tanzen aber als zu langsam oder rhythmisch schwer erkennbar erweisen.
Legt auch die genaue Aufnahme fest. Eine Live-Band spielt ein Lied womöglich in einem anderen Tempo als die Version, zu der ihr geprobt habt. Wenn das Intro lang ist, könnt ihr es für den Tanz nutzen oder mit Band beziehungsweise DJ einen späteren Start vereinbaren.
Die passende Länge festlegen
Für die Zeit zu zweit sind rund 1:30 bis 2:00 Minuten ein guter Ausgangspunkt. Hochzeits- und Tanzratgeber nennen unterschiedliche Längen: 60 bis 90 Sekunden, drei Minuten oder das ganze Lied. Eine feste Idealzeit gibt es nicht.
Wenn ihr gern im Mittelpunkt steht, könnt ihr länger tanzen. Wenn euch die Aufmerksamkeit unangenehm ist, könnt ihr die Gäste nach dem ersten Teil auf die Tanzfläche bitten. Sprecht vorher ab, wann die Musik endet oder in das nächste Lied übergeht. So wissen auch DJ oder Band, worauf sie achten sollen.
Einen einfachen Tanzstil wählen
Wählt den Tanzstil passend zum Lied und zu euren bisherigen Tanzerfahrungen. Ein langsamer Walzer passt zu ruhiger Musik und lässt sich mit wenigen Grundschritten gestalten. Der Wiener Walzer wirkt schwungvoller, verlangt durch das höhere Tempo und die Drehungen aber mehr Sicherheit.
Zu moderneren Liedern passt auch Discofox. Wenn ihr möglichst wenig Figuren lernen möchtet, könnt ihr euch auch eng halten, gemeinsam wiegen und einfache Schritte nutzen. Ihr könnt auch frei tanzen, ohne euch auf einen bestimmten Stil festzulegen. Entscheidend ist, dass ihr euch dabei wohlfühlt.
Den Eröffnungstanz proben
Übt mit der Aufnahme, die auch bei der Hochzeit laufen soll. Beginnt mit dem ersten Einsatz und probt bis zum Schluss. Legt dabei fest, wie ihr auf die Tanzfläche kommt, welche Grundschritte ihr tanzt und woran ihr das Ende erkennt. Ein klarer Schluss macht es leichter, danach zum nächsten Programmpunkt überzugehen.
Wenn ihr eine bestimmte Choreografie oder einen Tanzkurs plant, legt den Song frühzeitig fest. Für einen einfachen Tanz reichen dagegen auch einige kurze Proben zu Hause, um Takt, Haltung und Ablauf vertraut zu machen. Tragt beim Üben Schuhe, die ähnlich viel Halt geben wie eure Hochzeitsschuhe und testet, ob Kleid oder Schleppe eure Bewegungen einschränken. Falls möglich, tanzt ihr einmal auf der Fläche, auf der die Feier stattfindet.
Lampenfieber abbauen
Nervosität vor dem Tanz ist normal. Vereinbart einen einfachen Grundschritt, auf den ihr jederzeit zurückfallen könnt. Vor dem Start hilft es, einmal tief durchzuatmen und den Blick aufeinander zu richten, statt die Gäste im Raum zu beobachten.
Wenn ein Schritt danebengeht, tanzt ruhig weiter. Ein kleiner Patzer fällt weniger auf, wenn ihr nicht erschrocken stehen bleibt. Ihr müsst keine fehlerfreie Vorführung liefern: Der Tanz ist ein gemeinsamer Moment, und eine einfache, vertraute Bewegung trägt ihn genauso gut wie eine aufwendige Choreografie.
